Donnerstag, 12. Januar 2017

Rezension Die neuen Wilden




Die neuen Wilden – wie es mit fremden Tieren und Pflanzen gelingt, die Natur zu retten. Fred Pearce, Übersetzung aus dem Englischen, 330 Seiten, oekom Verlag, München 2016 ISBN 978-3-86581-768-6, 22,95 Euro


Fremde Arten können uns gelegentlich Angst machen. Sie sind jedoch das Beste, was die Natur hervorbringt, und nach all den Schäden, die Menschen ihr zugefügt haben, verkörpern sie heute womöglich die Chance auf ihr Wiedererstarken. Das schreibt Fred Pearce, der einer der angesehensten Umweltjournalisten Großbritanniens ist. Eine für viele Naturschützer provokante Aussage. Auch ich hatte bisher nur vom Gegenteil viel gehört und viel gelesen. Doch Fred Pearce präsentiert eine Fülle von Fakten, die seine Ansicht stützen und die ihn selbst vom Saulus zu Paulus gemacht haben.







 Unterstützt wird er von Josef H. Reichholf, der jahrelang Ökologie und Naturschutz an der Technischen Universität München gelehrt hat und umfangreich in nationalen und internationalen Naturschutz tätig war.

 Er schreibt im Vorwort: Ein neuer Naturschutz wird dringend gebraucht; einer, der sich aus den alten Dogmen löst und die unselige Spaltung von Mensch und Natur überwindet. Fred Pearce weist einen Weg. Sein Buch ist ungemein wichtig. Sich darauf einzulassen, erfordert jedoch Überwindung von eingepaukten Widerständen, die unsere Sicht- und Denkweise so sehr beschränken. Eine Wende im Naturschutz ist überfällig. Das Buch wird sie davon überzeugen! Mich hat es überzeugt.


Dr. Friedrich Buer   13. Januar 2017



Dr. Friedrich Buer ist Gründungsmitglied und Beirat des „Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V. – VLAB“, einem neuen offiziell anerkannten Natur- und Umweltschutzverband. Ehrenpräsidenten sind Enoch zu Guttenberg und Hubert Weinzierl.
                                                                                                  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen